Auswirkungen solarer Aktivitätsänderungen auf die Erdatmosphäre
Wissenschaftliche Ziele
Die von der Sonne emittierte Wellen- und Partikelstrahlung unterliegt markanten Variationen (besonders ausgeprägt durch den 11-jährigen solaren Aktivitätszyklus). Der durch solche langfristigen Variationen aber auch durch kurzzeitige solare Events bedingte Einfluss auf die Erdatmosphäre wird in folgenden Themenkomplexen bearbeitet:
- Nachweis des 11-jährigen solaren Zyklus im mesosphärischen Windfeld nach Langzeitmessungen mit dem Juliusruh-MF-Radar (zukünftig auch mit dem Datenmaterial des Andenes-MF-Radars). Dabei werden sowohl die zonalen und meridionalen Windkomponenten als auch die Gezeitenkomponenten getrennt analysiert.
- Ableitung einer Klimatologie der Schwerewellenaktivität (aus langjährigen Windmessungen mit MF-Radars in Juliusruh und Andenes und aus Temperaturvariationen nach Beobachtungen mit den Meteorradars an denselben Orten) und der mesosphärischen Turbulenz (aus Messungen mit den neuen MF-Radars in Juliusruh und Saura) und ihre Abhängigkeit von der solaren Aktivität.
- Einfluss starker hochenergetischer solarer Partikelflüsse auf das Wind- und Temperaturfeld in der Mesosphäre/unteren Thermosphäre.
Methoden und Instrumente
- MF-Radars in Juliusruh und Andenes
- Meteorradars in Juliusruh und Andenes
- Modell MAMMONIA (MPI Hamburg)
Kooperationen
- D. Pancheva, University of Bath, Bath, UK
- H. Schmidt, MPI für Meteorologie, Hamburg
- H- Liu, NCAR, Boulder, USA