Die Ionosonde Juliusruh

Messprinzip
Im Frequenzbereich zwischen 1 und maximal 30 MHz werden kurze elektromagnetische Impulse senkrecht in die Ionosphäre abgestrahlt und nach ihrer ionosphärischen Reflexion empfangen. Aus den ionosphärischen Echos werden Amplitude, Laufzeit (scheinbare Reflexionshöhe), Dopplerverschiebung, Polarisation und Einfallswinkel abgeleitet und in einem Ionogramm in Abhängigkeit von der Frequenz dargestellt.

Seit März 1995 ist eine Ionosonde des Typs DPS (Digital Portable Sounder) im kontinuierlichen Einsatz.
Technische Parameter
Frequenzbereich | 1 bis 30 MHz in 50 kHz Schritten |
Spitzenleistung | 250 W |
Sendeantenne | gekreuzte Rhombusantenne (70 m Mast) |
Empfnangsantenne | 4 gekreuzte Rahmenantennen |
Höhenauflösung | 2,5 km |
Beobachtungsdaten
- Ionosphärische Standardparameter (u. a. Grenzfrequenzen und spezielle Höhen der ionosphärischen E-, Es-, F1- und F2-Schichten)
- Elektronendichteprofile (100 - 250 km)
Ionogramm
Beispiel eines Ionogramms, aufgenommen mit der Ionosonde in Juliusruh am 20. Januar 2000 um 9:30 UT. Neben den Echospuren (bunt) ist das abgeleitete Elektronendichteprofil (schwarze Kurve) zu erkennen. Im linken Teil des Bildes sind die aus dem Ionogramm automatisch gewonnenen ionosphärischen Standardparameter und Koeffizienten des Elektronendichteprofils zusammengestellt.

