Lage und bauliche Ausstattung
Das IAP liegt einige Kilometer südöstlich des Ostseebades Kühlungsborn an der Straße nach Kröpelin, ca. 24 km Luftlinie westlich der Hafenstadt Rostock. Die geographischen Koordinaten des IAP sind 54°07'N,11°46'O. Eine genaue Lagebeschreibung befindet sich unter Kontakt. Der Institutskomplex besteht aus drei Gebäuden: dem Instituts-Neubau als dem Hauptgebäude, einer Villa und einem separat liegenden Lager-Haus. Diese Gebäude bieten Raum für Büros aller Art, moderne Labors für experimentelle Untersuchungen, Lidar- und Radar-Geräte, Bibliothek, einen großen Versammlungs- und Vortragsraum, sowie Werkstatt- und Lagerräume. Weiterhin sind in der Villa einige Wohnmöglichkeiten vorhanden, die z. B. von Studenten, die im Rahmen eines Praktikums am IAP tätig sind, genutzt werden können. Für die Unterbringung von Gastwissenschaftlern und zur vorübergehenden Unterstützung neueingestellter IAP-Mitarbeiter/-innen besitzt das Institut ferner 2 Gästeappartements im Ort Kühlungsborn.
Das IAP besitzt eine eigene Außenstation auf der Insel Rügen, und zwar am nördlichen Rande des Ortes Juliusruh (54°38'N,13°24'O). Diese Außenstation besteht aus einem kombinierten Wohn- und Laborgebäude, einem 3 MHz-Radar, einer Ionosonde und einem Meteor-Radar. Weitere, kleinere geophysikalische Messgeräte sind auf dem Gelände und am Antennenmast der Ionosonde montiert. Eine detaillierte Beschreibung an der Außenstation in Juliusruh durchgeführten Messungen befindet sich unter Abteilung Radarsondierungen.
Zur Erfüllung seiner Forschungsaufgaben beteiligt sich das IAP ferner intensiv am Betrieb eines geophysikalischen Observatoriums - genannt ALOMAR - am Rande der Arktis (69°17'N,16°01'O, d. h. 2 Grad nördlich des Polarkreises). Im Jahre 1993/94 wurde in Nordnorwegen auf der Insel Andøya von norwegischen Forschungsinstitutionen dieses moderne Observatoriumsgebäude für das Studium vielfältiger atmosphärenphysikalischer Prozesse errichtet. Der Vorteil dieses Standortes liegt u. a. darin, dass er in unmittelbarer Nähe zum Schießplatz für Höhenforschungsraketen Andøya Rocket Range liegt, wodurch der koordinierte Einsatz von bodengebundenen und raketengetragenen Messmethoden ermöglicht wird. Die im Observatorium und seiner unmittelbaren Umgebung installierten Instrumente werden durch verschiedene internationale Forschungseinrichtungen beigestellt, wobei das IAP an einigen wichtigen Instrumenten als Betreiber und wissenschaftlicher Nutzer maßgeblich beteiligt ist. Hierdurch bietet sich den Wissenschaftlern des IAP die Möglichkeit zum Studium der arktischen Atmosphäre mit modernen experimentellen Methoden. Mehr Informationen über ALOMAR und über den Raketenschießplatz Andøya Rocket Range befindet sich unter www.rocketrange.no .


