Temperaturstruktur bei 68° S

Zielsetzung

Bei Radarmessungen in der Antarktis (62° S) in den 1990-er Jahren fand man überraschenderweise keine PMSE, was spekulativ auf zu hohe Temperaturen und damit auf das Fehlen von Eisteilchen zurückgeführt wurde. Temperaturmessungen aus diesem Bereich der Atmosphäre lagen bis dato praktisch nicht vor. Daher wurden im Januar/Februar 1998 insgesamt 24 Temperaturprofile mit Hilfe von fallenden Kugeln gemessen. Die Messungen fanden in einer Kooperation mit dem British Antarctic Survey (BAS) von der antarktischen Station Rothera (68° S, 68° W) statt. Die Raketenstarts und die Bestimmung der Trajektorie der fallenden Kugeln erfolgten durch die Mobile Raketenbasis der DLR (Oberpfaffenhofen). Es handelt sich hierbei um die ersten insitu-Messungen von Temperaturen in der antarktischen Mesopausenregion überhaupt.