Nachrichten

09.07.2018 , Nachrichten

Menschengemachter NLC-Trend

Pressemitteilung der AGU zu IAP-Artikel Kühlungsborn, den 18.07.2018 Anthropogene Einflüsse verändern die Sichtbarkeit von leuchtenden Nachtwolken – das ist das Ergebnis einer kürzlich in den Geophysical Research Letters erschienenen Untersuchung von IAP-Wissenschaftlern. Darauf machte die Wissenschaftsorganisation AGU in einer Pressemitteilung aufmerksam. Diese Wolken zeigen sich in Sommernächten, wenn Eiskristalle in ca. 83 km Höhe von der Sonne angestrahlt werden. Dazu muss es nicht nur kalt genug sein - es muss auch ausreichend Wasserdampf vorhanden sein. Während die Kälte die Entstehung vieler kleiner Eiskristalle begünstigt, bewirkt die Feuchte die Bildung von besser sichtbaren größeren Teilchen. Es ist den Autoren gelungen zu zeigen, dass das Treibhausgas Methan das entscheidende Verbindungsstück zwischen menschlicher Aktivität und den mesosphärischen Eiswolken ist. Methan wird in der mittleren Atmosphäre zu Wasserdampf umgewandelt, , der sich dort somit seit 1800 um 40 % erhöht hat. “Dass das durch die Atmosphäre nach oben transportierte Methan über 100 Jahre einen so deutlichen Effekt hat, hat uns selber überrascht”, so der Hauptautor Franz-Josef Lübken.

27.06.2018 , Nachrichten

Verlässlich personalbewusst

Zertifikat zum audit berufundfamilie erneut bestätigt Kühlungsborn, den 27.06.2018 Es geht um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Finden von individuellen Lösungen in verschiedenen Lebensphasen und -stationen, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeit oder Unterstützung bei der Kindergarten- und Wohnungssuche. In Anerkennung des Auditierungsprozesses wurde dem Institut am 27. Juni 2018 für weitere drei Jahre das Zertifikat „Beruf und Familie“ erteilt. Das IAP ist in diesem Jahr eine der 64 Einrichtungen, die das Zertifikat zum zweiten Mal bestätigt bekommen, und die einzige aus Mecklenburg-Vorpommern. Die offizielle Pressemitteilung zur Zertifikatsverleihung ist hier oder da.

19.04.2018 , Nachrichten

Erfolgreiche PMWE-Starts

Aktuelle Informationen vom Höhenforschungsraketenprojekt Kühlungsborn, den 19.04.2018 Die erste Kampagne des PMWE-Projekts lief vom 08.04.2018 bis 18.04.2018 – zwei Höhenforschungsraketen wurden erfolgreich gestartet. Polare Mesosphärische Winter-Echos (PMWEs) sollten vermessen werden und wurden tatsächlich erfolgreich beprobt - die ersten Ergebnisse sehen vielversprechend aus.

18.01.2018 , Nachrichten

Sondertatbestand genehmigt

Start für VAHCOLI Kühlungsborn, den 18.01.2018 Dreidimensional Wind und Temperatur bis 100 km Höhe mittels multipler Doppler-Lidar zu vermessen ist ein innovatives Vorhaben, das als Sondertatbestand VAHCOLI (englisch für Vertical And Horizontal COverage by LIdar) mit ca. 2 Millionen Euro für 2 Jahre vom Bund und Land Mecklenburg/Vorpommern unterstützt wird. Mit der Entwicklung eines neuartigen, diodengepumpten Alexandritlasers samt hochintegrierter Elektronik und Optik sind erstmals die dazu notwendigen kompakten und automatischen Systeme möglich geworden. Der wissenschaftliche Nutzen besteht in hochauflösenden Messungen, die z.B. eine gezielte Untersuchung von Schwerewellen erlaubt. Nach jahrelangen Vorbereitungen kann nun der Bau beginnen.

05.09.2017 , Nachrichten

Neue Verwaltungsleiterin

Amtseinführung von Diplom-Ökonomin Caren Schmidt Kühlungsborn, 07.09.2017 Seit August 2017 ist Frau Schmidt Verwaltungsleiterin am Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn. Sie hat an der Humboldt-Universität zu Berlin Ökonomin studiert und verfügt über weitgefächerte berufliche Erfahrung in der kommunalen und wissenschaftlichen Verwaltung, in den letzten Jahren am Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf. In Kühlungsborn warten als erste Herausforderungen die Organisation einer internationalen Konferenz sowie der Neubau eines Messlabors - die Kolleginnen und Kollegen des IAP wünschen ihr einen guten Start. Die Verwaltung des IAP besteht aus acht Personen, die sich neben Personal und Mittelbewirtschaftung auch um Baumaßnahmen sowie den Fuhrpark kümmern. Sie sorgen für ein optimales Arbeitsklima der ca. 90 Angestellten des Instituts.

05.09.2017 , Nachrichten

Forschungstransfer gefördert

1.5 Mio. Euro für die fünf Leibniz-Institute im Nordosten Kühlungsborn, 07.09.2017 Für den Wissens- und Technologietransfer in regionalen Netzwerken entwickeln die fünf Leibniz-Institute in Mecklenburg-Vorpommern eine innovative Struktur. Das gemeinsame Projekt heißt „Modell für institutsübergreifende Leistungen für den Wissens- und Technologietransfer in regionalen Netzwerken“ und befasst sich mit dem Wissenstransfer aus hochentwickelten heterogen ausgerichteten Forschungseinrichtungen. Jeder der Partner stellt den anderen einen von fünf Modulen zur Verfügung: „Erschließung neuer Märkte“, „Bereitstellung von Forschungsinfrastrukturen“, „Compliance“, „Wissenstransfer in die Schulen zur Nachwuchsförderung“ bzw. „Alumni-Netze für strategische Orientierungen“. Die Abgleichung, Absicherung und Erbprobung dieser Struktur soll in einer Testphase erfolgen. Das Projekt wird ab dem 1. Juli 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,5 Mio. Euro gefördert. Die beteiligten Institute sind das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP) in Kühlungsborn, das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf, das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) in Greifswald, das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) und das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock. Ansprechpartner am IAP ist Dr. Ronald Eixmann. Die ausführliche Pressemitteilung des FBN ist unter < https://www.fbn-dummerstorf.de/fileadmin/media/PDF-PI/fbn-pm-2017-06.pdf > zu finden.

15.08.2017 , Nachrichten

EOS Research Spotlight

Zwei Artikel von IAP-Autoren im Zentrum der Aufmerksamkeit Kühlungsborn, 15.08.2017 Die Identifizierung von Wellenmustern in Lidar- und Radarbeobachtungen der mittleren Atmosphäre wurde von EOS in den Blickpunkt gerückt. „Wellen am Himmel sortieren“ – so ist der Beitrag überschrieben, der die aktuelle Originalarbeit von Kathrin Baumgarten, Michael Gerding und Franz-Josef Lübken aus dem IAP hervorhebt. Darin geht es um die Auswertung eines 6150 Messstunden umfassenden Datenmassivs von Lidarmessungen aus 30 – 70 km Höhe über Kühlungsborn (54 °N, 12 °O). Durch eine Kombination von zeitlichen und vertikalen Filtern werden Schwerewellen und Gezeiten separiert, was detaillierte Rückschlüsse auf die Dynamik der Atmosphäre erlaubt. Wie mit der Vermessung von Meteorschweifen die mittlere Atmosphäre untersucht werden kann, ist Inhalt des zweiten Beitrags. Insbesondere geht es um die Anwendung stereografischer Methoden, die von Jorge L. Chau und Gunter Stober am IAP entwickelt worden sind und nun auf 12 Jahre Daten aus Andenes und Tromsö angewandt werden. In dem 400 km weiten Messvolumen wurden mesoskalige Wirbel identifiziert, die einen Jahresgang aufweisen – eine bisher nur indirekt zugängliche Information. EOS – Earth and Space Science News - ist ein Informationsblatt der AGU, das monatlich erscheint. In den Research Spotlight wird aus den AGU-Fachzeitschriften referiert. Die erwähnten Beiträge sind Baumgarten, K., M. Gerding & F. J. Lübken, 2017: Seasonal variation of gravity wave parameters using different filter methods with daylight lidar measurements at midlatitudes. J. Geophys. Res. Atmos. 122, 5: 2683-2695, https://doi.org/10.1002/2016jd025916.Branscombe, A. (2017), Sorting waves in the sky, Eos, 98, https://doi.org/10.1029/2017EO076713 . Published on 30 June 2017.Chau, J. L., G. Stober, C. M. Hall, M. Tsutsumi, F. I. Laskar & P. Hoffmann, 2017: Polar mesospheric horizontal divergence and relative vorticity measurements using multiple specular meteor radars. Radio Sci. 52,  7: 811-828, https://doi.org/10.1002/2016rs006225. Underwood, E. (2017), Tracking meteor trails to study the mesosphere, Eos, 98, https://doi.org/10.1029/2017EO079237 . Published on 09 August 2017.

04.07.2017 , Nachrichten

Physik-Journal-Aufmacher

ALOMAR auf dem Deckblatt und IAP in ausführlichen Berichten Kühlungsborn, 04.07.2017 Atmosphärenphysik war der Schwerpunkt des Juli-Heftes des Physik-Journals, der mit einem Bild des ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) auf dem Deckblatt seinen Aufmacher fand. Das IAP gehört zu den Gründungsinstituten des ALOMAR, das in Nord-Norwegen liegt. Unweit der Lidar-Systeme sind Radar-Anlagen und Startplätze für Höhenforschungsraketen installiert – eine hervorragende Infrastruktur, um Einblicke in die Physik der Atmosphäre zu erhalten. Wie sich der Forscheralltag auf ALOMAR gestaltet, darüber hat Frau Dr. Maike Pfalz einen interessanten und detailreichen Artikel geschrieben. Ein weitere Beitrag unter Federführung des IAP nimmt Stellung zum Klimawandel, für den die mittlere Atmosphäre eine entscheidende Rolle spielt. Insgesamt sechs Artikel stellen in dieser Ausgabe des Physik-Journals den aktuellen Stand der Forschung aus der Sicht führender Atmosphärenforscher dar. Das Physik-Journal wird monatlich von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft herausgegeben - die Heimseite das Juli-Hefts 2017 ist < http://www.prophysik. de/details/physikjournalIssue/10562220/PJ_Juli_2017.html >.

12.05.2017 , Nachrichten

Drittes ROMIC-Statusseminar

Nach drei Jahren Projektlaufzeit wurde in Kühlungsborn Bilanz gezogen Kühlungsborn, 12.05.2017 Vom 11. bis 12. Mai kamen gut 60 Wissenschaftler am IAP zusammen, um neue Forschungsergebnisse zu Themengebieten wie Variabilität und Trends in solarer Strahlung, Chemie und Dynamik der Mittleren Atmosphäre und deren Kopplung zu diskutieren. „Diese einzigartige Kombination verschiedener Fachdisziplinen in ROMIC findet bereits Niederschlag in Sonderausgaben internationaler Fachzeitschriften“ freut sich der Projekt-Koordinator Prof. Franz-Josef Lübken. Zur Einrichtung einer zweiten Phase von ROMIC hat der Koordinator nach Abstimmung mit den Sprechern der Arbeitsgruppen bereits vor mehr als einem Jahr ein Konzeptpapier beim BMBF eingereicht. Wie Sprecher des BMBF und des Projektträgers auf dem Statusseminar betonten, werden die Möglichkeiten einer zweiten Phase von ROMIC zur Zeit im Ministerium geprüft. ROMIC (Role Of the MIddle atmosphere in Climate) ist eine vom BMBF mit ca. 8 Mio. Euro geförderte Maßnahme, in der Wissenschaftler aus 15 deutschen Instituten zur Rolle der mittleren Atmosphäre im Klima forschen. Das Projekt wird vom IAP koordiniert - weitere Informationen auf https://romic.iap-kborn.de/.

10.05.2017 , Nachrichten

Joint Young Scientist Meeting

Nachwuchwissenschaftler aus zwei Verbundprojekten am IAP Kühlungsborn, 10.05.2017 Zwei Tage volles Programm für die 20 Doktoranden und Postdocs aus den Projekten MS-GWaves und ROMIC: Vom 9. bis 10. Mai war das IAP Gastgeber und gestaltete ein wissenschaftlich und pädagogisch anspruchsvolles Programm. Ein voller Tag war dem effektiven wissenschaftlichen Schreiben gewidmet – von Prof. Olaf Wolkenhauer (Universität Rostock) in Form eines Seminars gestaltet. „Hilfreich ist auf jeden Fall die Idee, einen Artikel richtig durchzugestalten.“, meinte Lena Schoon, MS-GWaves-Doktorandin am IAP, die bei dieser Veranstaltung die Fäden in der Hand hatte. Der andere Tag war konkret dem Thema Schwerewellen gewidmet, wozu es einen Einführungsvortrag und Führungen durch die Labore des IAP sowie des Lehrstuhls für Strömungsmechanik gab. Die Nachwuchswissenschaftler waren begeistert von Dr. Martin Bredes eindrucksvollen Experimenten. Bei einer Stadtführung durch die Altstadt von Rostock klang dieser erlebnisreiche Tag aus - ein Teil der Studenten fuhr nach Hause, ein anderer Teil blieb zum anschließenden ROMIC-Statusseminar. ROMIC (Role of the Middle Atmosphere in Climate, https://romic.iap-kborn.de/) ist eine vom IAP koordinierte BMBF-Fördermaßnahme. Auch in der DFG-Forschergruppe MS-GWaves (Multi-Scale Dynamics of Gravity Waves, https://ms-gwaves.iau.uni-frankfurt.de/ ) ist das IAP in mehreren Projekten aktiv..