Nachrichten

06.09.2022 , Nachrichten

Effekte der Sonnenfinsternis in der Atmosphäre

Kühlungsborn, 25. Oktober 2022 Dass die Sonne Einfluss auf Ereignisse in der Atmosphäre nimmt, ist in der Forschung gemeinhin bekannt. Doch was passiert, wenn die Sonnenstrahlung die Erde nicht mehr erreicht? Diesen Effekt untersucht das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP) am Dienstag, wenn der Mond die Sonne für einen kurzen Moment teilweise verdunkelt. Damit beteiligt sich das Kühlungsborner Institut an einer europaweiten Ionosonden-Kampagne. Dabei begleiten insgesamt zehn Messstationen in ganz Europa die partielle Sonnenfinsternis. Die einzige in Deutschland befindet sich in Juliusruh auf Rügen, wo das IAP einen Außenstandort betreibt. „Die Sonne ist die stärkste Quelle der Ionisation der Atmosphäre“, sagt Jens Mielich, Ingenieur des IAP in Juliusruh. „Mit unserer Ionosonde – einem speziellen Radar zur Untersuchung der Ionosphäre – messen wir, ob sich durch eine Abdunkelung durch den Mond Wandernde Iononosphärische Störungen oder Wellen bilden und wenn ja, wie stark diese ausfallen und wohin sie sich ausbreiten.“ Dafür erstellt der Techniker zeitlich hochaufgelöste Ionogramme, die alle 30 Sekunden neue Daten aus der Atmosphäre aufnehmen. Er erwartet leichte Wellen, die vom Schatten des Mondes in Richtung Süd-Westen ausgehen. „Ich denke aber, dass der Effekt für die Atmosphäre eher schwach ausfallen wird. Dafür steht die Sonne einfach zu niedrig“, so Mielich. Um die Mittagszeit, gegen 12.12 Uhr, ist die Verdunklung der Sonne über Rügen am stärksten – etwa 35 Prozent. „Für das bloße Auge kaum sichtbar – wenn es bewölkt ist, gar nicht“, sagt Jens Mielich. Wer sich am Nachmittag gegen 16 Uhr (mitteleuropäischer Zeit) in Westsibirien aufhält, hätte schon bessere Chancen, die Sonnenfinsternis zu beobachten – dort bedeckt der Mond 80 Prozent der Sonne. Die Ionosonden-Kampagne am 25. Oktober wird aus Belgien koordiniert.  

24.06.2022 , Nachrichten

Verabschiedung von Prof. Lübken

Festkolloquium mit zahlreichen Gästen Kühlungsborn, 24. Juni 2022 Der langjährige Direktor des IAP, Prof. Franz-Josef Lübken, wurde am 24.06.2022 mit einem Festkolloquium verabschiedet. Moderiert von Holger Wandsleb (Ministerium für Wissenschaft, Kultur-, Bundes- und Europaangelegenheiten) wurden Grußworte von Ministerin Bettina Martin, Prof. Wolfgang Schareck (Rektor der Universität Rostock), Prof. Matthias Kleiner (Präsident der Leibniz-Gemeinschaft), Prof. Karl-Heinz Meiwes-Broer (Vorsitzender des eingetragenen Vereins IAP) sowie Prof. Claudia Stolle (neue Direktorin des IAP), Prof. Stefan Lochbrunner (Geschäftsführender Direktor des Physikalischen Instituts der Universität Rostock), Martin Flügge (Direktor des Andoya Space Center Norwegen), Prof. Katja Matthes (Direktorin des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel) und Rüdiger Kozian (Bürgermeister des Ostseebads Kühlungsborn) gegeben. In allen Beiträgen wurde erwähnt, dass die Bekanntheit des Instituts wesentlich durch Prof. Lübken geprägt worden ist, durch die Kombination von wissenschaftlicher Qualität, begeisternder Kommunikation und umsichtiger Organisation. Das wurde auch im Kolloquium am Nachmitag deutlich, als Prof. Bailey (Virginia Polytechnic Institute and State University, USA), Prof. Markus Rapp (Direktor des DLR-Instituts für Atmosphärenphysik) und Prof. Erich Becker (NorthWest Research Associates, USA) in Fachvorträgen die aktuellen Bezüge der Arbeiten von Prof. Lübken darstellten. Es sei auch noch erwähnt, dass zahlreiche ehemalige Doktoranden gekommen waren, die inzwischen in alle Winde zerstreut sind – eine vielsagende Einzelheit. Ganz abgesehen von der Musik der Swinging Seagulls mit ihrem Pianisten Franz-Josef Lübken.

02.06.2022 , Nachrichten

"DynamicEarth"-Kolloquium am IAP

Abschlusskolloquium zu den Forschungen und Ergebnissen des DFG-Schwerpunktprogramms 1788 Kühlungsborn, 02. Juni 2022 Das "Dynamic Earth"-Programm beendete seine 7 erfolgreichen Jahre im Jahr 2022, nachdem es 2015 ins Leben gerufen wurde. Das Abschlusskolloquium fand vom 31. Mai bis 2. Juni 2022 am Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn statt. Das von der DFG finanzierte Programm war eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit einer breitgefächerten Gruppe von Forschern, die einen etablierten internationalen Forschungsrahmen für Schwerkraft, Geomagnetismus sowie Weltraum- und Atmosphärenwissenschaften haben, um ihre interdisziplinären Fragen anzugehen. Zugehörige Projekte haben die Satellitendaten genutzt und sich mit Studien befasst, die auf bodengestützten Beobachtungen und Simulationen basieren. Das Kolloquium bot dem gesamten SPP-Team und dem Bewertungsausschuss die Gelegenheit, die durchgeführten Forschungsarbeiten, die Ergebnisse und neue wissenschaftliche Fragen, die sich während dieser dynamischen Reise um die Erde ergeben haben, darzustellen.

28.04.2022 , Nachrichten

Girls Day

Informieren, begeistern und ermutigen Kühlungsborn, 28.04.2022 Unter dem Motto "Ein Tag als Atmosphärenforscherin" beteiligte sich das IAP am Girls' Day 2022, der bundesweit am 28. April veranstaltet wurde. Die Veranstaltung des IAP fand digital statt, so dass Schülerinnen aus ganz Deutschland teilnehmen konnten. Die Organisatoren Jennifer Hartisch, Philipp Seither und Dr. Michael Gerding freuten sich, dass alle 10 Plätze belegt wurden. Die Atmosphäre geht uns alle an! Am Girls' Day gaben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am IAP Einblick in ihre Arbeit und erklärten, warum sie sich mit der mittleren Atmosphäre (zwischen Wetterschicht und Weltraum) beschäftigen. Mit Live-Videos, Interviews und kurzen Vorträgen wurde über die Arbeit als Naturwissenschaftler:in, zu spannenden Phänomenen und modernen Messmethoden in der Atmosphärenphysik berichtet. Normalerweise wäre das beim Besuch der Wissenschaftler:innen in ihren Büros und Laboren geschehen, doch auch im digitalen Format konnten den Schülerinnen im Alter von 11 bis 16 Jahren spannende Antworten auf wichtige Fragen gegeben werden. Wieso ist es im Sommer in 85 km Höhe kälter als im Winter? Wie misst man mit Hochleistungslasern in 100 km Höhe Temperaturen? Warum installieren wir unsere Radars auf der ganzen Welt? Wie misst man bei Überschall auf einer Rakete? Wie helfen Hochleistungscomputer beim Verständnis der Atmosphäre? Aber auch: Was haben die Wissenschaftler:innen am IAP eigentlich studiert? „Die Mädchen haben sehr viel Interesse gezeigt,“ meinte IAP-Direktorin Prof. Claudia Stolle „vielleicht treffen wir sie ja als Physik-Studentinnen wieder.“

24.01.2022 , Nachrichten

Leuchtende Nachtwolken über Patagonien

01.10.2021 , Nachrichten

Claudia Stolle wird Direktorin des IAP

20.09.2021 , Nachrichten

Physikerin der Woche

22.06.2021 , Nachrichten

Zertifikat berufundfamilie konsolidiert

26.05.2021 , Nachrichten

Praxistest für VAHCOLI

29.04.2021 , Nachrichten

EOS weist auf IAP-Artikel hin