Nachrichten

14.12.2016 , Nachrichten

Leibniz-Festveranstaltung

Die Leibniz-Institute Mecklenburg-Vorpommerns luden zu Theater und Diskussion in die Bühne 602 Kühlungsborn, 14.12.2016 Anlässlich des 370. Geburtstages und des 300. Todestages des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (geboren am 1.7.1646 in Leipzig, gestorben am 14.11.1716 in Hannover) veranstaltet die Leibniz-Gemeinschaft ein großes Themenjahr. Die fünf Leibniz-Institute Mecklenburg-Vorpommerns würdigten diesen Anlass mit einer Festveranstaltung am 13.12.2016 in der Bühne 602. Nach Grußworten von Prof. Klaus-Dieter Weltmann im Namen der Veranstalter, Staatssekretär Sebastian Schröder im Namen des Bildungsministeriums und Prof. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, wurde eine szenische Lesung aus dem „Kalkül“ von Carl Djerassi gegeben. Darin ging es um den Prioritätsstreit zwischen Leibniz und Newton, worin nicht nur Fragen des Wissenschaftlers als moralischem Wesen berührt wurden, sondern auch sein Anspruch auf universelles Weltverständnis. Daran knüpfte sich eine angeregte Diskussion über die Veränderungen, die die Wissenschaft seit Leibniz erfahren hat, an. Einig war man sich in der positiven Bewertung des Evaluierungsverfahrens der Leibniz-Gemeinschaft. Nicht ohne Kontroversen wurde dagegen erörtert, ob es eine effektive „Wissenschafts-Lobby“ gibt und was gegen „Wissenschaftsfeindlichkeit“ unternommen werden kann. „Kernpunkt ist jedenfalls, Begeisterung für Wissenschaft zu wecken und den Wissensdurst der Jugend zu stillen.“, meinte zusammenfassend Prof. Lübken, Direktor des IAP. Anschließend gab es zahlreiche Begegnungen zwischen Wissenschaftlern, Bürgern und Politikern. Der Einladung waren ca. 80 Personen gefolgt, unter ihnen Umweltminister Till Backhaus.

14.11.2016 , Nachrichten

Kooperation mit Universität Greifswald

Untersuchung des Langzeitverhaltens stratosphärischer Aerosole mit Lidar-Instrumenten und Satelliten Kühlungsborn, 14.11.2016 Das erste gemeinsame Forschungsprojekt zwischen der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und dem IAP startete am 14. November 2016 mit einem Treffen in Kühlungsborn. Stratosphärisches Sulphataerosol ist von großer Bedeutung für das Klimasystem, weil es solare Strahlung streut und damit die planetare Albedo der Erde beeinflusst. Es ist außerdem wichtig für die Chemie der Stratosphäre, weil die Aerosolpartikel an der Chloraktivierung sowie an der Bildung polarer stratosphärischer Wolken beteiligt sind. Im Rahmen des von der DFG geförderten Forschungsprojekts sollen Lidar-Messungen an drei unterschiedlichen Orten genutzt werden: im ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) in Andenes (Norwegen), auf der Davis Forschungsstation (Antarktis) sowie in Kühlungsborn. Neben der Bestimmung des Jahresgangs und dekadischer Variationen liefern die Lidarmessungen Aerosolteilchengrößen, die dringend benötigte Randbedingungen für die Ableitung der stratosphärischen Aerosolextinktion aus Satellitenmessungen darstellen. Ein anspruchsvolles Vorhaben, das nur gemeinsam bewältigt werden kann – darin sind sich Prof. Christian von Savigny (Lehrstuhl für Umweltphysik der Uni Greifswald) und Prof. Franz-Josef Lübken (Direktor des IAP) einig. Das Projekt LESAP (Langzeitvariation der stratospherischen Aerosolextinktion und der Aerosolteilchengrößen bei mittleren und hohen nördlichen Breiten) wird ab November 2016 für drei Jahre von der DFG gefördert.

14.10.2016 , Nachrichten

Spontanes Ungleichgewicht

Arbeitstreffen von Wissenschaftlern aus Deutschland und der Schweiz Kühlungsborn, 14.10.2016 Ein Prozess, der zu Schwerewellen in der mittleren Atmosphäre führt, ist deren Abstrahlung aus dem spontanen Ungleichgewicht. Das sind Situationen, in denen sich die Strömung aus sich selbst heraus, also ohne äußere Störungen, aus dem Kräftegleichgewicht bringt. Wie genau die Dynamik in solchen Fällen abläuft und welche Implikationen sich daraus für die allgemeine Zirkulation ergeben – das sind ungeklärte Fragen. Sie werden im Rahmen einer DFG-Forschergruppe mit numerischen Modellen, Laborexperimenten, Beobachtungsdaten sowie statistischen Methoden untersucht. Dazu tauschten sich zehn Spezialisten von der Goethe-Universität Frankfurt, der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus/Senftenberg, der Universita della Svizzera Italiana Lugano (Schweiz) sowie dem IAP im Rahmen eines Arbeitstreffen am 12./13.10.2016 in Kühlungsborn aus. Nach Einschätzung des Projektsprechers Uwe Harlander (BTU) „haben sich durch die gemeinsame statistische und physikalische Auswertung von Simulationen und Experimenten neue Erkenntnisse ergeben, die nun in eine Reihe von Veröffentlichungen eingehen“. Der Projekt “Spontanes Ungleichgewicht” ist Bestandteil der von der DFG geförderten Forschergruppe MSGWaves (MultiScale Dynamics of Gravity Waves), in der zehn Institute zusammenarbeiten. Ziel ist, die Dynamik von Schwerewellen besser zu verstehen und entsprechend in Wetter- und Klimamodellen zu berücksichtigen. Das Projekt läuft seit Dezember 2014 - weitere Informationen sind auf der Webseite < https://ms-gwaves.iau.uni-frankfurt.de/index.php/projects/si > zu finden.

23.09.2016 , Nachrichten

9th Trend Workshop

Renommierte Veranstaltung fand erstmals in Deutschland statt Kühlungsborn, 23.09.2016 104 Wissenschaftler und Studenten aus 16 Ländern kamen vom 19. bis 23. September im neuen Erweiterungsbau des IAP zusammen, um sich zu langfristigen Veränderungen und Trends in der Atmosphäre auszutauschen. Der neunte der seit 1999 alle zwei Jahre stattfindenden Trend Workshops fand erstmals in Deutschland statt und behandelte folgende Themen: Beobachtete Trends und langfristige Veränderungen in der mittleren AtmosphäreModellierte und vorhergesagte Trends und langfristige VeränderungenTrends und langfristige Veränderungenin der Ionosphäre und ThermosphäreDynamische, physikalische, chemische und radiative Mechanismen• Rolle der mittleren Atmosphäre für das KlimaTrends in der gesamten Atmosphäre, die relevant für das deutsche Forschungsprojekt ROMIC sind. Insgesamt 74 Vorträge und 17 Poster beleuchteten den aktuellen Stand und jüngsten Fortschritt im Verständnis von Trends und langfristigen Veränderungen, zum Beispiel durch solare Variabilität, von der Erdoberfläche bis zur oberen Thermosphäre. Sowohl anthropogene Effekte als auch Variationen durch den elfjährigen Sonnenzyklus und andere Quellen natürlicher Variabilität wurden behandelt. Die Diskussion schloss Beobachtungen verschiedener atmosphärischer Parameter und Ergebnissen von Modellen ein. Es herrschte Übereinstimmung darin, die Ergebnisse dieses Treffens in einem Sonderband einer begutachteten Zeitschrift, nämlich dem Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics, zu veröffentlichen. Der Trend Workshop 2016 wurde von folgenden Organisation unterstützt: IAGA (International Association of Geomagnetism and Aeronomy), ICMA (International Commission of n the Middle Atmosphere) / IAMAS (International Association of Meteorology and Atmospheric Sciences), dem Program ROSMIC (Role Of the Sun and the Middle atmosphere/thermosphere/ionosphere In Climate) von VarSITI (Variability of the Sun and Its Terrestrial Impact) / SCOSTEP (Scientific Committee On Solar-Terrestrial Physics), der DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), dem IAP (Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik) und der BMBF-Fördermaßnahme ROMIC (Role of the Middle Atmosphere in Climate). Weitere Informationen zur Konferenz auf der Webseite < https://www.iap-kborn.de/1/current-issues/events/trends2016/ >.

12.07.2016 , Nachrichten

Space Weather Summer Camp

24 Studenten aus Amerika, Afrika und Europa machen Station im IAP Kühlungsborn, 12.07.2016 Auf den Spuren der Geschichte der Raketenentwicklung erwarteten die Studenten Vorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Fragen, praktische Kurse und interessante Begegnungen in führenden Forschungseinrichtungen. Je acht Studenten aus den USA, Deutschland und, zum ersten Mal, Südafrika hatten sich beworben und wurden zur Teilnahme am Joint Space Weather Summer Camp ausgewählt. Die ersten eineinhalb Wochen fanden in Hermanus (Südafrika) statt. In Mecklenburg-Vorpommern führte die Studenten der Weg ins Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt Neustrelitz, das Raketenmuseum Peenemünde und das Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn. Dort gaben Wissenschaftler des IAP und von der Universität Rostock Vorträge zu Radartechnik, Atmosphärendynamik und Sternenphysik, Führungen durch das Raketenlabor des Instituts und die praktische Übung des Starts und der Auswertung einer Radiosonde. Erlebnis- und erkenntnisreiche Tage, bevor es dann zur Rückreise nach Berlin ging. Das Joint Space Weather Summer Camp wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Neustrelitz, der University of Alberta (UA) at Huntsville sowie der South African National Space Agency (SANSA) organisiert. Kurze Information gibt es auf dem Faltblatt < http://www.dlr.de/dlr/Portaldata/1/Resources/documents/Flyer_Summer_Camp_16.pdf >.

30.06.2016 , Nachrichten

Neuer Sonderforschungsbereich

Von Turbulenzen mit großer Wirkung: Leibniz-Forscher leisten Beitrag zu Klima-Grundlagenforschung Warnemünde & Kühlungsborn, 30.06.2016 Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW) und das IAP sind mit insgesamt gut 1,43 Mio. Euro Fördervolumen an einem fächer- und institutionenübergreifenden Großforschungsprojekt beteiligt, das helfen soll, kleinskalige Turbulenz-Effekte genauer zu verstehen und dadurch die Berechnung zukünftiger Klimaszenarien zu verbessern. In dem Sonderforschungsbereich Transregio 181 „Energietransfer in der Atmosphäre und im Ozean“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der am 1. Juli 2016 an den Start geht, arbeiten bis 2020 insgesamt acht Partnerinstitutionen unter Leitung der Universität Hamburg zusammen. Die Gesamtfördersumme beträgt 9 Mio. Euro. Das IOW und IAP haben eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben. Weitere Information auf der Heimseite des Projekts < http://www.trr-energytransfers.de/ >.

09.06.2016 , Nachrichten

Rostock's Eleven @ IAP

Wettbewerb Wissenschaft & Kommunikation – diesmal am IAP Kühlungsborn, 09.06.2016 In Kurzvorträgen mit anschließender Diskussion stellen elf Studenten aus der Region Rostock ihre Forschungsergebnisse  elf Wissenschaftsjournalisten vor – das ist das Format von „Rostock’s Eleven“. Gastgeber war am 9. Juni das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn (IAP), weshalb auch der IAP-Kandidat Heiner Asmus den Anfang machte. „Die Antwort liegt im Sternenstaub“ war sein Titel, es ging um die Rolle von Meteorstaub in der Physik der Mesopausenregion in ca. 90 km Höhe. Dann schweiften die Themen von der Suche nach biologischer Aktivität in die Polarregionen und nach Schweinswalvorkommen und den ökologischen Konsequenzen von Sonnencreme in die Ostsee. Menschen und Maschinen standen im Zentrum der Betrachtungen zu lernfähigen Robotern, computergestützter Unternehmensführung und Gesundheitsanalyse. Des Weiteren wurden der Zeitverlauf des Eisprungs, die Ästhetik von Kalligrammen sowie die Frage „Alkohol – Eine Lösung?“ besprochen. Was man alles in Rostock studieren kann! Eine beeindruckende Vielfalt an Themen, präsentiert in mitreißenden Vorträgen – der Jury fiel die Auswahl schwer. Schließlich wurde Nadine Borchhardt vom Lehrstuhl für „Angewandt Ökologie und Phykologie“ der Universität Rostock für ihren Vortrag „Biologische Bodenkrusten in den Polarregionen – Mehr als nur Dreck“ prämiert. Die Jury sprach auch Heiner Asmus Lob für seinen ansprechenden und informativen Vortrag aus. Die Veranstaltung wurde mit Führungen durch das Eichlabor für Instrumente auf Höhenforschungsraketen, das Lidar-Labor und das Radarfeld des IAP abgerundet. Der Wettbewerb Wissenschaft & Kommunikation „Rostock’s Eleven“ wird seit 2009 vom Verein [ Rostock denkt 365° ] organisiert - nähere Informationen auf der Webseite < http://www.rostock365.de/rostocks11 >.

02.06.2016 , Nachrichten

Multistatic Meteor Radar Workshop

Bildgebende Verfahren für Meteor-Radare – Neue technische Entwicklungen und wissenschaftliche Fragen Kühlungsborn, 02.06.2016 Meteorradare sind wichtige Hilfsmittel zur Beobachtung der oberen Atmosphäre. Ihre Beobachtungsergebnisse erlauben Rückschlüsse über das extraterrestrische Material, das in das Erdsystem eingetragen wird. Dabei kommen sowohl Radare mit einem sehr breiten Radarstrahl, sogenannte All-sky Meteorradare, als auch Systeme mit einem sehr schmalen Radarstrahl zum Einsatz. All-Sky Radare sind gelegentlich mit zusätzlichen Empfangsantennenfeldern im Abstand von einigen Kilometern ausgestattet. Im Falle eines sehr kurzen Abstandes zwischen Sender und Empfänger können somit Meteorflugbahnen bestimmt werden. Computer-gestützte GPS-Empfänger und GPS-kontrollierte Oszillatoren ermöglichen es, größere regionale mesoskalige Netzwerke multistatischer Meteorradare (kurz: MMR – Multistatic Meteor Radars) ins Auge zu fassen. Solche Netzwerke erlauben es, bisher nicht zugängliche aeronomische und astronomische Fragestellungen zu beantworten. Zu diesem Thema fand vom 31. Mai zum 2. Juni ein Arbeitstreffen am Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn statt. Das Anliegen war, den technologischen Stand der Meteorradare zu diskutieren und neue Konzepte vorzustellen, wie diese neuen Technologien zu einem tieferen Verständnis der Physik der oberen Atmosphäre genutzt werden können. Das dreitägige Seminar wurde von 34 führenden Wissenschaftlern aus Australien, Belgien, Deutschland, Japan, Kanada, Peru, Schweden und den Vereinigten Staaten besucht, und ermöglichte einen dynamischen Austausch und Diskussionen über die aufkommenden Technologien sowie offenen wissenschaftlichen Fragenstellungen, die mit den neuen Systemen angegangen werden können. „Während des Treffens wurde der Stand der Technik und der wissenschaftliche Bedarf an mesoskaligen Radar-Netzwerken aufgezeigt”, Jorge Luis Chau, Leiter der IAP-Radar-Abteilung und Mitorganisator dieses Arbeitstreffens. „Es herrschte Übereinstimmung darüber, dass multistatische Radare ein hohes Potential zur Bearbeitung offener wissenschaftlicher Fragestellungen haben und dass die technische Systementwicklung zu fördern ist. Diese Entwicklung schließt die Erweiterung des Deutsch-Norwegischen MMARIA-Systems und die internationale Zusammenarbeit bei ähnlichen Netzwerken in den Vereinigten Staaten und Australien ein.” Der MMR-Workshop war durch Scott Palo (University of Colorado, Boulder, USA) mitorganisiert und vom NSF unterstützt. Weitere Information auf < https://www.iap-kborn.de/1/current-issues/workshops/multistatic-meteor-radar/ >.

02.05.2016 , Nachrichten

Zweites ROMIC Statusseminar

Klimasignale in der mittleren Atmosphäre - Fachleute zum aktuellen Stand der Dinge Kühlungsborn, 04.05.2016 Was sagen neueste Satellitenmessungen über das Alter der Luft in der mittleren Atmosphäre? Wie genau bilden Modelle die Variabilität der Sonneneinstrahlung ab? Ergeben jüngste multi-instrumentelle Messkampagnen neue Aspekte zur vertikalen Kopplung der Dynamik? Diesen Fragen gingen die ca. 70 Teilnehmer am zweiten ROMIC Statusseminar nach, das vom 2. bis 3. Mai am Leibniz-Institut für Atmosphärenforschung (IAP) in Kühlungsborn stattfand. Im dritten Jahr des Projekts wurde Zwischenbilanz gezogen und die nächste Phase diskutiert. Dass das Treffen zum wiederholten Male am IAP stattfand, hat seinen Grund in der hervorragenden Infrastruktur des Instituts – der im letzten Jahr fertiggestellte Erweiterungsbau hat seine Nützlichkeit überzeugend unter Beweis gestellt. ROMIC (Role Of the MIddle atmosphere in Climate) ist eine vom BMBF mit ca. 8 Mio. Euro geförderte Maßnahme, in der Wissenschaftler aus 15 deutschen Instituten zur Rolle der mittleren Atmosphäre im Klima forschen. Das Projekt wird vom IAP koordiniert - weitere Informationen auf < https://romic.iap-kborn.de >.

18.03.2016 , Nachrichten

Exzellente Evaluierung des IAP

Stellungnahme des Senatsausschusses Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft Kühlungsborn, 18.03.2016 Alle sieben Jahre werden die Forschungseinrichtungen, die sich unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft zusammengeschlossen haben, evaluiert. Die Leistungen aller drei Abteilungen des IAP wurden mit "exzellent" beurteilt. In der Pressemitteilung der Leibniz-Gemeinschaft vom 18.03.2016 heißt es: "Mit großem Erfolg erforscht das IAP die mittlere Atmosphäre, die Kopplung ihrer Schichten und die dort stattfindenden langfristigen Veränderungen, so der Senat der Leibniz-Gemeinschaft in seiner Stellungnahme. Mit modernsten Methoden und Messtechniken bearbeite das Institut eine beeindruckende Breite innovativer Fragen, die nicht zuletzt für die Klimaforschung relevant seien. Der Senat stellt fest, dass das IAP mit seinen exzellenten Leistungen zu den international führenden Instituten seines Fachgebiets zählt. Er befürwortet nachdrücklich, den Bau des aufwändigen, neuartigen Messsystems VAHCOLI (Vertical and Horizontal Coverage by Lidar) zu ermöglichen, mit dem erstmals großräumige dreidimensionale Messungen thermischer und dynamischer Strukturen im Höhenbereich von zehn bis 110 Kilometern vorgenommen werden können. Der Senat betont außerdem, dass das IAP eine Vielzahl wichtiger Kooperationsbeziehungen unterhält und insbesondere sehr erfolgreich mit der Universität Rostock zusammenarbeitet, an der alle drei Abteilungsleiter gemeinsam berufene Professoren sind. In der internationalen Gruppe von Forschungseinrichtungen, die das geophysikalische Observatorium ALOMAR (Arctic Lidar Observatory for Middle Atmosphere Research) in Nordnorwegen betreibt, nimmt das IAP aufgrund seiner Instrumentierungsbeiträge eine herausragende Stellung ein. Der Senat empfiehlt Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung des IAP fortzusetzen." Der detaillierte Bericht des Senats ist in der Stellungnahme vom 17.03.2016 zu finden. Das Evaluierungsverfahren der Leibniz-Gemeinschaft wird auf der WGL-Seite genauer erläutert. Die endgültige Entscheidung über die weitere Förderung des IAP fällt die GWK (Gemeinsame Wissenschaftskonferenz) auf eine ihrer nächsten Sitzungen.