Forschungsthemen

Die am IAP bearbeiteten wissenschaftlichen Themen und die Einbindung dieser Arbeiten in die nationale und internationale Forschungslandschaft ist im wissenschaftlichen Rahmenprogramm ausführlich dargestellt. Die Hauptarbeitsrichtung des IAP ist die Erforschung der mittleren Atmosphäre im Höhenbereich von 10 bis 120 km, unter besonderer Berücksichtigung der dynamischen Wechselwirkungen zwischen unterer und mittlerer Atmosphäre. Die mittlere Atmosphäre, und davon besonders ihre obere Hälfte, stellt den am wenigsten erforschten Bereich unserer Atmosphäre dar. Diese Tatsache ist in der messtechnischen Unzugänglichkeit dieser Region begründet, nicht an einem Mangel an wissenschaftlichem Interesse. Letzteres ist in den vergangenen Dekaden vielmehr ständig gewachsen, weil sich die Hinweise verstärken, dass dieser Bereich unserer Atmosphäre in besonderem Maße durch anthropogene Aktivitäten beeinflusst wird. Moderne, aktive Fernerkundungsmethoden, insbesondere Radar- und Lidar-Verfahren, liefern neuerdings aufschlussreiches Beobachtungsmaterial über die physikalischen Prozesse in der mittleren Atmosphäre und deren langzeitliche Entwicklung.  

Folgende Arbeitsrichtungen bilden die Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeiten am IAP:

  • Erforschung der Mesosphäre und unteren Thermosphäre
    • Allgemeine Aspekte der Energie- und Impulsbilanz
    • Thermische und dynamische Struktur
    • Schichten in der Mesosphäre: NLC = noctilucent clouds, (P)MSE = (polar) mesosphere summer echoes, (P)MWE=(polar) mesosphere winter echoes
  • Kopplung der atmosphärischen Schichten
    • Dynamische Kopplung von der Troposphäre bis zur Mesosphäre, z. B. durch Wellen
    • Turbulenz
    • Transport von Spurengasen etc.
  • Langfristige Veränderungen in der mittleren Atmosphäre
    • Trends und solarer Einfluss  

Diese Arbeitsgebiete werden in den drei Abteilungen sowohl mit experimentellen als auch mit theoretischen Methoden bearbeitet. Darüber hinaus beschäftigen sich Wissenschaftler am IAP mit kleineren Arbeitsgebieten, wie z. B. den Metallatomschichten und der Verbesserung der experimentellen Techniken bei der Fernerkundung mit Radars und Lidars. Die erzielten Forschungsergebnisse werden in den 2-jährigen Institutsberichten ausführlich dargestellt.