zur Startseite IAP Kühlungsborn
zur Startseite der Leibniz-Gemeinschaft

Modelle

In der Abteilung wird eine Hierarchie von Modellen benutzt, die die globale Zirkulation, mesoskalige Dynamik, mikroskalige Strömung und niedrigdimensionale Prozesse umspannen. Die in der Abteilung entwickelten und von ihr unterhaltenen Modelle sind hier beschrieben:

KMCM

Das KMCM (Kühlungsborn Mechanistic general Circulation Model) ist ein hydrostatisches globales Zirkulationsmodell, das für die speziellen wissenschaftlichen Aufgaben des IAP entworfen und entwickelt wurde: Die Simulation der Allgemeinen Zirkulation von der Oberfläche bis zur Thermosphäre mit besonderer Aufmerksamkeit auf der dynamischen Wechselwirkung zwischen verschiedenen Skalen und Höhengebieten sowie die physikalische widerspruchsfreie Parameterisierung der nicht-aufgelösten Skalen. Im Vergleich mit komplexen Klimamodellen ist das KMCM in verschiedener Hinsicht idealisiert, wie durch den Zusatz "mechanistisch" ausgedrückt, doch andererseits hochspezialisiert. Die Idealisierung bezieht sich auf einige qualitative Vereinfachungen von nicht im Mittelpunkt stehenden physikalischen Prozessen, die quantitativ realistisch angepasst wurden. (Kontakt: Erich Becker, weitere Information: KMCM-Startseite)

CTM-IAP

Das Chemie-Transport-Modell des Leibniz-Instituts für Atmosphärenphysik (CTM-IAP) wurde über die letzten 25 Jahre entwickelt. Es simuliert den advektiven, molekularen und turbulenten diffusiven Transport und die Photochemie aller relevanten chemischen Spurenstoffe in der oberen Stratosphäre / Mesosphäre / unteren Thermosphäre. Zusätzlich hat es Module für die Simulation von Himmelsleuchten (englisch: airglow) von OH*, O2(b1Σg+), O(1S), und eine vereinfachte Plasma-Chemie der D- und E-Schicht. Es kann mit Wind- und Temperaturfeldern für die mittlere Atmosphäre von dynamischen Modellen oder meteorologischen Analysen angetrieben werden. Das CTM-IAP wurde zur Untersuchung der Effekte von planetaren Wellen, Schwerewellen, plötzlichen Stratosphärenerwärmungen, dem elfjährigen Sonnenzyklus und anthropogenem Wandel auf die Photochemie und das Himmelsleuchten in der Mesopausenregion benutzt. (Kontakt: Mykhaylo Grygalashvyly)