Fünfter MS-GWaves Workshop

Schwerewellen-Experten trafen sich am IAP

Kühlungsborn, 30.03.2019

Drei arbeitsintensive Tage liegen hinter den 53 Wissenschaftlern, die sich vom 26. bis 28. März 2019 zum fünften Workshop der DFG-Forschergruppe “Mehrskalendynamik von Schwerewellen” (MS-GWaves) am IAP versammelt hatten. In einem straffen Programm wurde der Stand der Dinge im Hinblick auf die Erforschung von Schwerewellen erörtert, wobei es neben Theorieentwicklung, hochauflösenden Modellrechnungen und Laborexperimenten auch um Messkampagnen in Nord-Norwegen mit einer feinmaschigen Beobachtung von Schwerewellen mittels Radaren, leistungsfähigen Lasern (Lidar), Höhenforschungsraketen und Forschungsflugzeugen ging. Hochkarätige Wissenschaftler aus den Vereinigten Staaten und Frankreich waren der Einladung als externe Berater gefolgt und bereicherten die Projektarbeit. “Die Ergebnisse unserer Forschergruppe finden internationale Beachtung und Anerkennung.” freut sich Koordinator Prof. Ulrich Achatz. “Unser weitgefasster Ansatz bringt erstaunliche und nützliche Erkenntnisse, die Eingang in globale Wettervorhersage- und Klimamodelle finden und so zu einer erhöhten Verlässlichkeit der Prognosen beitragen. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an das IAP für die hervorragende Organisation des Workshops.”

Die DFG-Forschergruppe “Mehrskalendynamik von Schwerewellen” (MS-GWaves) hat sich zum Ziel gesetzt, ein besseres Verständnis interner Schwerewellen in der Atmosphäre zu erlangen. In MS-GWaves arbeiten fünf Institute unter der Koordination der Goethe-Universität Frankfurt zusammen, wobei das IAP in drei Projekten mitwirkt. Die Forschergruppe ist seit 2014 aktiv und befindet sich aktuell in der bis 2021 reichenden zweiten Phase. Weitere Informationen von der Startseite < https://ms-gwaves.iau.uni-frankfurt.de/ >.

Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik (IAP) ist eines der deutschen Zentren für die Erforschung der mittleren Atmosphäre und in weltweite Kooperationen eingebunden. Es hat seinen Hauptsitz im Ostseebad Kühlungsborn, eine Außenstelle in Juliusruh und beteiligt sich maßgeblich an einem Observatorium in Nordnorwegen (ALOMAR). Als An-Institut der Universität Rostock ist das IAP fester Bestandteil des Lehrprogramms in Physik. Am IAP sind ca. 90 Mitarbeiter/innen beschäftigt. Es betreibt eine gleichstellungs- und familienorientierte Personalpolitik und ist durch das Audit "berufundfamilie" zertifiziert.

Kontakte: Direktor Prof. Franz-Josef Lübken luebken@_we_dont_like_spam_iap-kborn.de